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ALTES HANDWERK ERHÄLT DAS KULTURERBE
Jüngst wurden die Zimmer im Schloss Wartenfels in der Fassung von 1918 – also im Basler Jugendstil – restauriert. Die Innenräume präsentieren sich nun den Besucher und Besucherinnen mit den für diese Zeit charakteristischen, farbigen Wandbemalungen und –tapeten. Die Restauratoren und Restauratorinnen sowie Fachleute vermitteln die historischen Handwerkskünste, die für die Restaurierung der Schlosszimmer benötigt wurden. Vor Ort einmalig zeigen Isabel Althaus (Lostorf) die Kunst des Vergoldens, Fischer & Partner, Restauratoren (Bern) die Fertigkeit der Dekorationsmalerei und das Atelier Fink die Herstellung handgedruckter Tapeten. Anschliessend besteht die Gelegenheit, die Sonderausstellung «Altes Handwerk» sowie die Räumlichkeiten im Schloss inklusive Schlosskapelle individuell zu besichtigen.
Vorgeschichte der Restaurierung
Im Jahre 2016 gingen die Behörden des Kantons Solothurn in Zusammenarbeit mit dem Stiftungsrat von Schloss Wartenfels daran, den baulichen und technischen Zustand der Schlossanlage zu analysieren. Es wurde festgestellt, dass ein erheblicher Sanierungsbedarf bestand. Als dringende Massnahmen wurden der barocke Schlossgarten und diverse Nebenbauten wie das Pförtnerhaus, das Gewächshaus, das Gartenhaus, das Badehaus und die Scheune instandgesetzt. Hinzu kamen Sanierungsarbeiten an Stützmauer und Kanalisation. Auch im Inneren des Schlosses standen zahlreiche, dringende und wichtige Instandsetzungsarbeiten an. Insgesamt wurden die Kosten für die priorisierten Massnahmen auf 2,9 Mio. Franken geschätzt, welche durch den Kanton vorfinanziert und durch die Stiftung in 40 Jahren zurückbezahlt werden sollen.
Was und wann
Präsentation
So, 08.09.2024 10:00–12:00
Ort und Anreise
ab Olten Bus 507 Richtung Stüsslingen bis «Lostorf, Dorfplatz» », 40 Min. Fussweg zum Schloss Wartenfels bergauf (siehe Wegweiser)
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