Das eigene Wohnhaus von Silvia Gmür ist einer der ersten Bauten in der langjährigen Karriere der 2022 verstorbenen Architektin. Das von der Strasse zurückversetzte, 1979 fertiggestellte Wohnhaus ist auf den ersten Blick ein fantasievolles Raumgebilde aus zackenförmigen Baukörpern und verschiedenen Materialien, die in reizvollen Kontrast zueinander, aber auch zum Grün der in den Sommermonaten üppigen Vegetation treten. Hinter scheinbarer Zufälligkeit verbirgt sich jedoch ein konsequent angewendetes System: Über die hangparallel verlaufende Hauptachse des Baus wurde eine um 45 Grad abgedrehte Konstruktionsstruktur für den Aufbau des Hauses gelegt, die nicht nur in der Horizontalen, sondern auch in der Vertikalen massgebend ist. Das Haus Gmür entstand im Zeichen der erkenntnisreichen Suche nach der Wirkungskraft der konstituierenden Komponenten von Architektur – Raum, Form, Material, aber auch Lichtführung und Umgebungsbezug – und ist somit ein beredtes Beispiel für das private Einzelwohnhaus als Experimentierfeld.
Was und wann
Führungen durch Reto Gmür, Architekt
Sa, 07.09.2024 11:00–11:45
Sa, 07.09.2024 14:00–14:45
Sa, 07.09.2024 15:30–16:15
denkmalpflege@clutterbs.ch
www.denkmalpflege.bs.ch
www.basler-baukultur.ch
+41 61 267 66 25
Ort und Anreise
Bus 34 bis Haltestelle «Rudolf Wackernagel-Strasse», einige Minuten Fussweg
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