Zu den vordergründigen Zielsetzungen des Neuen Bauens gehörte eine umfassende Reform des Wohnens. Vor diesem Hintergrund wurde auch im Rahmen der «1. Schweizerischen Wohnungsausstellung Basel» (WOBA) 1930 die WOBA-Siedlung Eglisee realisiert. 13 Schweizer Architekturbüros – darunter Artaria & Schmidt, Bernoulli & Künzel, Mumenthaler & Meier sowie Kellermüller & Hofmann – realisierten hier eine Mustersiedlung mit modernen Kleinhäusern und Kleinwohnungen auf einem Gelände unweit des Badischen Bahnhofs. Von den 115 Wohnungen für einkommensschwache Schichten waren während der Ausstellung 26 möbliert dem Publikum zugänglich. Die Siedlung war ein radikaler Beitrag zum damals brandaktuellen Thema der «Wohnung für das Existenzminimum». Am Denkmaltag kann ein Siedlungshaus von Artaria & Schmidt besichtigt werden – mit 45 m2 für eine vierköpfige Familie der kleinste Typ –, das 2017–2019 der Verein «Ein Haus WOBA» in den Ursprungszustand zurückversetzt hat und das seither als möbliertes Baudenkmal vermietet wird.
Was und wann
Infos und Kurzführungen fortlaufend durch Klaus Spechtenhauser, Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt
Sa, 12.09.2026 14:00–16:00
Keine Reservation notwendig.
denkmalpflege@clutterbs.ch
bs.ch/denkmalpflege
ein-haus-woba.ch
+41 61 267 66 25
Ort und Anreise
Bus 36 bis Haltestelle «Surinam», einige Minuten Fussweg
SBB-Fahrplan