VOM BEFESTIGUNGSRING ZUR PROMENADE: DER THEODORSGRABEN IM WANDEL DER ZEIT
Der Theodorsgraben erzählt von der Entfestigung Basels und der Entstehung neuer Quartiere, Strassen und Grünanlagen im 19. Jahrhundert. Sein Name erinnert an den ehemaligen Stadtgraben vor dem Kirchbezirk St. Theodor. Wo sich früher Stadtmauer, Graben und die ausserhalb der Stadt gelegene Herrenmatte befanden, entstand im Zuge der Stadterweiterung nach 1859 ein neuer öffentlicher Freiraum. Mit der Schleifung der Befestigungen, dem Bau der Wettsteinbrücke und der Entwicklung des Wettsteinplatzes veränderte sich Kleinbasel grundlegend. An die Stelle von Mauern und Gräben traten Promenaden, Grünanlagen und neue Verkehrsverbindungen, welche die Entwicklung des Quartiers nachhaltig prägten. Der Münchner Hofgärtner Karl von Effner (1792–1870) empfahl bereits 1860, die Herrenmatte am Rhein zu einem Volksgarten umzugestalten – ein Gedanke, der die Entstehung der heutigen Anlage wesentlich beeinflusste. Die Führung beleuchtet die städtebauliche Entwicklung Kleinbasels und die Entstehung der öffentlichen Grünanlagen entlang der ehemaligen Stadtbefestigung. Am Beispiel des Theodorsgrabens wird sichtbar, wie Stadtentwicklung, Freiraumgestaltung und gesellschaftlicher Wandel bis heute im Stadtraum ablesbar geblieben sind.
Was und wann
Führungen durch Susanne Winkler, Gartendenkmalpflegerin, Stadtgärtnerei Basel-Stadt
Sa, 12.09.2026 11:00–11:45
Sa, 12.09.2026 14:00–14:45
Sa, 12.09.2026 15:30–16:15
Keine Reservation notwendig.
Ort und Anreise
Tram 2, 15, Tram-Oldtimer, Bus 31, 34, 38 bis Haltestelle «Wettsteinplatz»
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