Gefahren für unser Kulturerbe
33. Europäische Tage des Denkmals in der Schweiz
Ist unser kulturelles Erbe in Gefahr? An den Europäischen Tagen des Denkmals vom 12. und 13. September 2026 erhalten Besucherinnen und Besucher unter dem Motto «In Gefahr?» Einblick in die vielfältigen Bedrohungen für unser Kulturerbe und in konkrete Ansätze zu deren Bewältigung.
Historische Bauten werden abgerissen, archäologische Stätten unerkannt zerstört und moderne Materialien sowie Verfahren verdrängen handwerkliche Traditionen: Mit der Frage «In Gefahr?» thematisieren die Europäischen Tage des Denkmals am 12. und 13. September 2026 in diesem Jahr die vielfältigen Bedrohungen, denen unser Kulturerbe ausgesetzt ist und zeigen Wege zu dessen Erhalt auf.
Das kostenlose, schweizweite Programm der Denkmaltage umfasst mehr als 450 Führungen, Ausstellungen und Workshops. Es richtet sich an ein neugieriges Publikum jeden Alters. Die Denkmaltage stehen unter dem Patronat von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und sind die grösste Veranstaltung in der Schweiz im Bereich des Kulturerbes.
Wenn kulturelles Erbe unter Druck gerät
Klimawandel, Bevölkerungswachstum, intensive Bautätigkeit, Übertourismus, Urbanisierung und Mobilität setzen unser materielles und immaterielles Kulturerbe unter Druck. Wie unterschiedlich Gefährdungen und wie vielfältig die Möglichkeiten sind, ihnen zu begegnen, zeigt das Programm in allen Sprachregionen: In Messen (SO) wurde ein Schulhaus vor dem Abbruch gerettet, in Villarzel (VD) geht es um den Erhalt eines mittelalterlichen Ortskerns, und in Bellinzona (TI) zeigen die Depots des Ufficio dei beni culturali, wie fragile archäologische Funde bewahrt werden.
Oft entstehen gerade dort, wo historische Bauten, archäologische Stätten, Kulturlandschaften oder lebendige Traditionen bedroht sind, besonders kreative und zukunftsweisende Ansätze, um sie nachhaltig zu schützen und weiterzuentwickeln. Forschung, Digitalisierung und technischer Fortschritt eröffnen neue Wege für innovative Materialien in der Restaurierung, moderne Vermittlungsformen oder zeitgemässe Techniken der Bewahrung. An den Denkmaltagen zeigen Fachleute, wie dieses Zusammenspiel in der Praxis aussieht und wie aus Herausforderungen konkrete Lösungen entstehen, um unser kulturelles Erbe zu stärken und lebendig zu halten.
Platzreservation jetzt möglich
Auf der Webplattform www.kulturerbe-entdecken.ch können Besucherinnen und Besucher ihr persönliches Programm zusammenstellen und Plätze reservieren. Die Veranstaltungen sind beliebt, einige Veranstaltungen erfordern eine Anmeldung. In der Deutschschweiz und im Tessin können Plätze ab dem 18. August, in der Westschweiz ab dem 26. August online gebucht werden.
Aktuelle Informationen und Einblicke rund um die Denkmaltage bietet das Netzwerk Kulturerbe Schweiz auf auf Facebook, Instagram (@kulturerbeentdecken) und LinkedIn. Der Newsletter Kulturerbe Schweiz informiert regelmässig über Highlights und Hintergründe – jetzt abonnieren!
Medienkontakte und Hintergrundmaterial
Wir freuen uns, wenn Sie über die Denkmaltage berichten. Für Interviewanfragen mit Fachleuten aus Ihrer Region oder weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.
- Entdecken Sie die Highlights aus Ihrer Region in unserer Beilage. (pdf)
- Medienanfragen: Maria Christoffel, Kampagnenleitung Europäische Tage des Denkmals, maria.christoffel@clutternetzwerk-kulturerbe.ch, +41 31 336 71 15
- Veranstaltungsprogramm: unter kulturerbe-entdecken.ch
- Hintergrundinformationen: Bulletin Kulturerbe Schweiz 2/2026 unter netzwerk-kulturerbe.ch/publikationen/bulletin/ausgabe/2026-2-in-gefahr
Breite nationale Verankerung in der Schweiz;
Die Europäischen Tage des Denkmals in der Schweiz sind eine gemeinsame Initiative des Bundesamts für Kultur (BAK), der Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger (KSD), der Konferenz Schweizerischer Kantonsarchäologinnen und Kantonsarchäologen (KSKA) und des Netzwerks Kulturerbe Schweiz, das die nationale Koordination und die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. Die Schweiz ist seit mehr als 30 Jahren Teil dieser Initiative des Europarats. Die Denkmaltage finden jährlich im September in rund 50 Ländern Europas statt und feiern die kulturelle Vielfalt und das gemeinsame Erbe. Das Programm wird von den städtischen und kantonalen Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie sowie weiteren zahlreichen Organisationen und Privatpersonen getragen, die sich für das Kulturerbe engagieren.
Finanzierung und Partnerschaften
- Hauptfinanzierung: Bundesamt für Kultur, Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften
- Stiftung: Burgergemeinde Bern, GVB Kulturstiftung, UBS Kulturstiftung
- Koordination: Netzwerk Kulturerbe Schweiz
- Kooperationspartner: Bundesamt für Bevölkerungsschutz, Bund Schweizer Architektinnen und Architekten, Bund Schweizer Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Memoriav – Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz, SBB, SBB Historic, Schweizer Heimatschutz, Schweizerische UNESCO-Kommission, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Schweizerischer Verband für Konservierung und Restaurierung, Verband historischer Eisenbahnen Schweiz
- Sponsoren: Fontana & Fontana AG, Sax-Farben, Sturm und Bräm.