GOTTLIEBEN – DORF UND SCHLOSS AM SEERHEIN
Gottlieben wirkt idyllisch – doch hinter den Fachwerkhäusern verbirgt sich eine Geschichte voller Gefahren. Seit dem Bau des Schlosses 1251 war der Ort immer wieder bedroht: 1355 zerstörte ein Rachefeldzug das Dorf, während des Konstanzer Konzils (1414–1418) wurde Jan Hus hier gefangen gehalten. Kriege prägten die Region – etwa die Schlacht von Schwaderloh (1499) oder der Dreissigjährige Krieg, als 1633 ein schwedischer General im Schloss residierte. Auch die Natur zeigte ihre Macht: 1692 versanken Häuser im Seerhein, 1817 und 1999 richteten Hochwasser grosse Schäden an – zuletzt wieder 2024. Brände, Flüchtlingsbewegungen und bauliche Schäden erinnern bis heute an die Verletzlichkeit des Ortes. Die Dorfführung lädt dazu ein, Gottlieben neu zu entdecken – zwischen idyllischer Kulisse und verborgenen Risiken.
Was und wann
Erste Reservationen in der Deutschschweiz und im Tessin ab 18. August 9 Uhr, in der Westschweiz ab 26. August um Mitternacht.
Geführter Spaziergang mit Rolf Seger, Lokalhistoriker
Sa, 12.09.2026 13:00–15:00
30 Plätze verfügbar
Ort und Anreise
Ab Bahnhof Tägerwilen-Gottlieben ca. 10 Min. Fussweg
SBB-Fahrplan